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TSV Pfuhl verteidigt Tabellenführung

Die Überraschungsmannschaft TSV Pfuhl landet im Wettkampf gegen Exquisa Oberbayern den nächsten Coup. Die Neu-Ulmer schlugen in einem hart umkämpften Wettkampf den Vorjahresmeister vor heimischer Kulisse mit 37 zu 36. Somit steht der TSV Pfuhl als einzige Mannschaft ungeschlagen an der Tabellenspitze.

„Was diese Saison passiert ist einfach der Wahnsinn“, freute sich Florian Reindl nach dem Wettkampf seiner Mannschaft. Denn der Aufsteiger TSV Pfuhl, welcher als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben hatte führt auch nach dem vierten Wettkampftag verlustpunktfrei die Tabelle der 2.Bundesliga Süd an. Dabei konnten sich die Neu-Ulmer in einem hart umkämpften Wettkampf mit einigen Fehlern auf beiden Seiten gegen die Gäste aus Oberbayern durchsetzen.

Am Startgerät Boden trumpften die Gäste auf und fügten den Neu-Ulmern die erste Niederlage an diesem Gerät zu. Drei der vier Duelle konnten die Gäste für sich entscheiden und gingen so mit 11 zu 4 Punkten in Führung. Die junge Pfuhler Mannschaft unter der Regie von Cheftrainer Zaksauskas bewahrte trotz der ungewohnten Ausgangslage die Ruhe. Während die Oberbayern an ihrem vermeintlich Stärksten Gerät Pauschenpferd ein ums andere Mal strauchelten konnten die Pfuhler trotz einiger Unsicherheiten ihre Übungen deutlich stabiler und sauberer präsentieren. Die Pfuhler Dominik Fett, Lucas Gottschild und Linus Mikschl konnten so überraschend 12 Scorepunkte für ihr Team verbuchen und ihr Team erstmals in Führung bringen. Vor der Pause lieferten sich die Mannschaften an den Ringen einen Kampf auf Augenhöhe und teilten sich mit einem 7 zu 7 die Gerätewertung.

Nach der Pause erwischte der TSV Pfuhl einen perfekten Start in die zweite Wettkampfhälfte. Angeführt von Tomas Kuzmickas konnten die Neu-Ulmer diese Gerät mit 7 zu 0 gewinnen und setzten sich so erstmals in diesem Wettkampf ein wenig ab. Am Barren verkürzten die Gäste durch eine geschlossene und starke Mannschaftleistung den Vorsprung, welcher vor dem abschließenden Reckturnen auf 5 Punkte zusammenschmolz. Cheftrainer Zaksauskas wollte die Führung sichern und den Wettkampf entscheiden und schickte im ersten Duell gegen Jakob Glück den stärksten Reckturner Rokas Guscinas an das Gerät. Der sonst so sichere Litauer konnte bei seiner Tkachev-Ginger Flugteilkombination die Reckstange nicht fassen und musste das Gerät unfreiwillig verlassen. So konnte Glück dem Litauer 4 Scorepunkte abnehmen und den Wettkampf wieder spannend machen. Nachdem das Duell zwischen Dominik Fett und Markus Müller mit einem unentschieden endete mussten die Neu-Ulmer in den letzten beiden verbleibenden Duellen vorlegen. Die Pfuhler schickten ihren Youngster Timo Rister an das Gerät. Dieser konnte seine Übung zwar ohne große Fehler aber auch ohne große Schwierigkeiten absolvieren. Die Gäste setzen nun alles auf eine Karte und schickten anstatt ihrem Reckspezialisten David Veczernyes, Hansi Lohr an das Gerät. Dieser taktische Zug sollte den Oberbayern ermöglichen den Wettkampf im letzten Duell zu gewinnen. Doch Hansi Lohr leistete sich beim Adlerschwung einen großen Fehler und musste das Gerät verlassen. Angespannt verfolgten die knapp 450 Zuschauer das geschehen und feierten mit der Mannschaft die überraschenden 4 Scorepunkte für Timo Rister. Durch den 6 Punkte Vorsprung waren die Neu-Ulmer uneinholbar in Front und konnten so auch das letzte Duell den Gästen mit 5 Scorepunkten überlassen.

Bundestagsabgeordnete Katrin Albsteiger gratulierte bei der Siegerehrung den glücklichen Gewinnern zu ihrem vierten Saisonsieg. Durch die Niederlage des SSV Ulm steht der TSV Pfuhl nun als einzige Mannschaft ohne Niederlage an der Tabellenspitze der 2.Bundesliga Süd. „Es ist unglaublich was in dieser Saison passiert. Die Mannschaft hat heute Nervenstärke bewiesen und wir hatten heute vor allem nach dem Sturz von Rokas das notwendige Quäntchen Glück. Den Klassenerhalt haben sich schon sicher in der Tasche. Wir genießen den Moment und werden auch die weiteren Wettkämpfe konzentriert angehen und schauen was wir in dieser Saison noch erreichen können“, strahlte ein überglücklicher Cheftrainer Zaksauskas nach dem Wettkampf.